Day-Ahead-Strommarkt — Preise & Nachfrage

Ein volles Jahr stündlicher Day-Ahead-Clearingpreise und Netzlast, das die Preisschwankungen zeigt, die eine Batterie monetarisieren kann.

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Eine kurze Auffrischung der auf dieser Seite verwendeten Begriffe.

€/MWh
Euro pro Megawattstunde — der Großhandelspreis für Strom. Ein Preis von 100 €/MWh bedeutet, dass ein Käufer 100 € für eine in dieser Stunde gelieferte MWh Energie zahlt.
Day-Ahead-Markt
Die tägliche Auktion, in der Erzeuger und Käufer die Strompreise für morgen festlegen, ein Preis pro Stunde. Sie schließt etwa gegen Mittag am Tag vor der Lieferung.
Clearing Preis
Der einheitliche Preis, den die Auktion für jede Stunde festlegt. Jeder, der die Auktion gewonnen hat, erhält (oder zahlt) diesen Preis für die jeweilige Stunde.
Duck-Curve
Die Form der täglichen Stromnachfrage minus Solarerzeugung: eine Mittagsdelle durch Solarstrom mit Morgen- und Abendspitzen. Sie sieht aus wie die Silhouette einer Ente — Kopf rechts (Abendpeak), Rücken mit Delle in der Mitte.
Preis-Dauerkurve
Alle stündlichen Preise des Jahres, von hoch nach niedrig sortiert. Die Form zeigt, wie oft sehr hohe oder sehr niedrige Preise auftreten.
Negativer Preis
Eine Stunde, in der Erzeuger Käufern Geld zahlen müssen, damit diese ihre Energie abnehmen. Das passiert, wenn zu viel must-run-Erzeugung (Wind, Solar, unflexible thermische Kraftwerke) auf geringe Nachfrage trifft.

Wie der Day-Ahead-Strommarkt tatsächlich funktioniert

Ein Stromgroßhandelsmarkt ist, einfach ausgedrückt, eine tägliche Auktion. Am Tag vor der Lieferung gibt jeder Erzeuger und jeder Großabnehmer an, wie viel Energie er zu welchem Preis für jede der 24 Stunden des nächsten Tages verkaufen oder kaufen möchte. Der Marktbetreiber sammelt all diese Gebote und legt für jede Stunde einen Clearingpreis fest — den Preis, bei dem das Angebot schließlich der Nachfrage entspricht. Jeder, der den Zuschlag in der Auktion erhalten hat, erhält (oder zahlt) dann diesen einheitlichen Stundenpreis.

Dies ist der Markt, in den eine Batterie handelt. Die Batterie hat keine Brennstoffkosten, daher besteht ihre einzige Aufgabe darin, Energie in günstigen Stunden zu kaufen und sie in teuren Stunden wieder zu verkaufen. Je größer die tägliche Preisspreizung, desto mehr Geld lässt sich abschöpfen.

Warum das für die Demo wichtig ist: Nach modernen europäischen Marktregeln kann eine netzgekoppelte Batterie zum Großhandelspreis kaufen und verkaufen, ohne dass auf beiden Seiten zusätzliche Netzentgelte anfallen. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Spanne zwischen den günstigsten Ladestunden und den teuersten Entladestunden ab, abzüglich des Wirkungsgradverlustes der Batterie (~10 %). Die folgenden Diagramme zeigen, dass diese Spanne beständig und groß genug ist, um die Investition zu rechtfertigen.

Das Nachfragediagramm zeigt die charakteristische „Duck-Curve“: Der Verbrauch steigt morgens, fällt mittags ab, wenn Solarstrom das Netz flutet, und zieht früh am Abend wieder an, wenn die Solareinspeisung nachlässt und die Menschen nach Hause kommen. Dieser Abendanstieg ist das wertvollste Batterie-Entladefenster des Tages.

107.4
Durchschn. Preis (€/MWh)
277
Spitzenpreis pro Stunde (€/MWh)
0
Niedrigster Stundenpreis (€/MWh)
0
Stunden mit negativen Preisen

Day-Ahead-Preis — Tagesdurchschnitt über ein Jahr

Tagesmittel mit rollierendem 7-Tage-Trend. Höhere Winterpreise (Gasnachfrage), Sommerdelle (Solar + Wasserkraft), Erholung im Herbst — eine normale europäische Großhandelsmarktform.


Durchschnittspreis nach Monat

Eine einfache monatliche Ansicht, wo der Großhandelspreis über das Jahr hinweg lag.


Intraday-Profile — Preis & Nachfrage

Durchschnittswerte nach UTC-Stunde. Der Abendpeak (17:00–20:00 UTC) ist das wichtigste Entladefenster für die Batterie.


Preis-Dauerkurve

Von den höchsten zu den niedrigsten Preisen sortiert. Die Steigung zwischen den oberen 5% und den Median-Stunden bestimmt die Profitabilität der Batterieentladung.


Preis-Heatmap — Monat × Tagesstunde

Grün = niedriger Preis (günstiges Ladefenster). Rot = hoher Preis (Entladefenster). Genau auf diese Spreizung zielt der Batterie-Controller.